Weyher Poetry Slam - moderiert von Sven Kamin
Text-Quartett kämpft im Kulturforum um den Titel
Die erste Poesieschlacht der Gemeinde Weyhe in 2025 war episch und das vom Wortgebraus berauschte Publikum bekommt 2026 die eingeforderte zweite Ausgabe. Das Kulturforum der KGS Leeste – Esther-Bejarano-Schule wird am Samstag, 7. März 2026, ab 20:00 Uhr (Einlass beginnt um 19:30 Uhr) Schauplatz des zweiten Poetry Slams der Gemeinde Weyhe, wenn vier norddeutsche Bühnen-Dichterinnen und -Dichter um den Titel kämpfen.
Poetry Slam – das sind lodernde Dichterwettstreite, bei denen die Poeten den Zuhörerinnen bzw. Zuhörern ihre Texte entgegenschleudern und auf eine gute Wertung durch das Publikum hoffen. Poetry Slam ist mal tosend laut und mal atemberaubend leise, zum Schreien komisch und bitterer Ernst, eine literarische Achterbahnfahrt. Der Clou: Das Publikum entscheidet, wer den Sieg erringt.
Als Veranstaltung im Rahmen des Programms zum Internationalen Frauentag am 8. März haben die Poetinnen und Poeten auch Texte im Gepäck die sich facettenreich mit diesem Thema beschäftigen.
Die Moderation übernimmt erneut Sven Kamin. Der UNESCO „Slamovision 2025“ Vize-Weltmeister und erste Niedersächsisch-bremische Poetry Slam Landesmeister hat in seinen vielen Jahren auf Bühnen im deutschsprachigen Raum schon alles erlebt. Aber er staunt immer noch jedes Mal darüber, welchen Zauber das gesprochene Wort entfalten kann. Dem Publikum in Weyhe ist der Slam-Zampano durch zahlreiche mitreißende Auftritte bekannt. Nun bereitet er die Bühne für vier Kolleginnen und Kollegen, die auf dem Weg zum Sieg zeigen wollen, wie vielseitig und stark Poetry Slam sein kann.
Das diesjährige Teilnehmerfeld:
Sadaf Zahedi (www.sadafzahedi.de / www.instagram.com/sadaf_zahedi_) wurde geboren am 23. Februar 1985 in Kabul, Afghanistan. Sie ist ein Kriegsflüchtlingskind und lebt seit ihrem dritten Lebensjahr in Deutschland. Aufgewachsen ist sie in Bremen, inzwischen lebt sie in Stuhr. Immer wieder geht sie mit ihren Gedichten auf Bühnen, um Organisationen bei Spenden-sammlungen zu unterstützen. Neben der Begeisterung zum Schreiben bringt sie seit ihrem 25. Lebensjahr ihr Erlebtes sowie ihre Gefühle auch auf Lein-wand und hat die Werke bei Kunstausstellungen gezeigt. Wird etwas ver-kauft, spendet sie den Erlös Kindern in Kriegsgebieten. Ihre Erzählung „Vier Jahreszeiten“ wurde von der Erik-Neutsch-Stiftung im Wettbewerb 2020/21 ausgewählt und im April 2022 vom Verlag Neues Leben veröffentlicht. Des Weiteren wurden Texte ihrer Erzählung vom Transkulturellen Theater Osnab-rück im Stück „Dazwischen“ mit eingebracht. 2025 wurde sie Zweite bei der ersten Vergabe des „Weyher Geweyhs“, nun tritt sie erneut an.
Eva Matz (www.instagram.com/eva.matz) ist Spoken-Word-Künstlerin, Auto-rin, Theater- und Filmschaffende sowie Musikerin. Sie gilt als die politische Stimme der Bremer Poetry-Slam-Szene – ihre Lyrik ist schonungslos, gesell-schaftskritisch und persönlich. Nach Reisen und Straßenmusik wurde sie aus ihrem Jurastudium herausgeworfen und so lebt sie seit 2017 als freischaf-fende Künstlerin – zwischen Bühne, Kamera, Text und Musik. Sie tritt deutschlandweit und international bei Poetry Slams, Festivals und Literatur-projekten auf, ist Mitbegründerin des preisgekrönten Luxus Filmkollektivs und kuratiert eigene Bühnenformate wie den Slam Bremen. Ihre Kurzfilme wie „Ich will nicht laut sein müssen“ und „ZYKLUS“ wurden vielfach interna-tional ausgezeichnet. Seit 2025 ist die Preisträgerin des Bremer Frauenkul-turförderpreises. Neben ihrer Arbeit in Theaterregie und Performance entwi-ckelt sie interdisziplinäre Projekte, unter anderem im Kollektiv hänger (Po-esie & Figurentheater) und in internationalen Literaturkooperationen. In Workshops für kreatives Schreiben und Performance unterrichtet sie an Schulen, Universitäten, Theatern und für das Goethe-Institut. Eva Matz ar-beitet genreübergreifend – künstlerisch kompromisslos und mit einer klaren Haltung.
Monika Mertens (www.memo-poetry.de / www.instagram.com/memopoetry.at.life), ihres Zeichens Spoken-Word-Künstlerin, Autorin und kreatives Chamäleon, traut sich Dinge, die nur we-nige andere wagen. Zum Beispiel morgens um 8:00 Uhr lächelnd in der Bahn zu sitzen oder Tankwarte zu umarmen. Sie hat bereits im Alter von 14 Jahren damit begonnen, eigene Gedichte und Kurzprosa zu schreiben und ist seit 14 Jahren erfolgreich auf den Brettern unterwegs, die die Welt be-deuten. Die gebürtige Hamburgerin schreibt Lyrik und Prosa, laut und leise, schreckt auch vor Rap-Gedichten nicht zurück und auch ansonsten eigent-lich vor gar nichts. Sie ist mehrfache Finalistin der Hamburger Stadtmeis-terschaften im Poetry Slam, Vizemeisterin der Landesmeisterschaften im Poetry Slam in Schleswig-Holstein sowie mehrfache Teilnehmerin der Inter-nationalen Deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam. Ihr Mut und ihre Unbekümmertheit ebenso mit Themen, die ans Eingemachte gehen, spiegeln sich in ihrer starken Bühnenpräsenz wider. Ihre fast ausschließlich autobiografische Textwelt erstreckt sich von ernst, politisch über nachdenk-lich und melancholisch bis hin zu brechend komisch und bizarr. Mittlerweile schreibt Mertens zudem Texte auf Englisch und eigene Songs, zu denen sie sich fast passabel bis einigermaßen angebracht auf der Ukulele begleitet.
Simeon Buß (www.instagram.com/simeonbuss) aus Osterholz-Scharmbeck bereist bereits seit 2013 die renommierten Bühnen der Republik als erfolg-reicher Slam Poet. 2015 wurde er niedersächsisch-bremischer Landesmeister im Poetry Slam, 2023 Vizemeister, 2024 Trizemeister und Vierter bei den Deutschsprachigen Meisterschaften. In seinen Texten seziert er mit bravou-röser Performance zynisch, aber empathisch sich selbst und unsere Gesell-schaft. Sein origineller Stil bietet eine explosive Mischung aus Hochge-schwindigkeitslyrik, Hiphop und musikalisch anmutender Sprache.
Kulturforum KGS Leeste - Esther-Bejarano-Schule
Schulstraße 40
28844 Weyhe
(Eingang A, über den Schulhof)
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