Wir starten unseren Provenienzspaziergang vor dem Bode-Museum (Monbijoubrücke), von wo uns der Weg vor das Haus Am Kupfergraben 4 führt. Hier lebte und wirkte der Numismatiker und Antikenhändler Dr. Philipp Lederer (1872–1944), für den an dieser Stelle kürzlich ein Stolperstein verlegt wurde. Weiter geht der Weg zur James-Simon-Galerie, wo der „Liegende Löwe“ von August Gaul besichtigt und seine Geschichte erzählt wird. Die Kalksteinskulptur befand sich einst im Eigentum des Verlegers und Kunstsammlers Rudolf Mosse, der wie Lederer einen jüdischen Hintergrund hatte. Von der James-Simon-Galerie ist es ein Katzensprung zur Bibliothek des Deutschen Historischen Museums. Im historischen, mosaik-geschmückten Lesesaal geben die Provenienzforscher:innen einen Einblick in die Sammlungsgeschichte der drei Museumsinstitutionen – vom Zeughaus, über das Museum für Deutsche Geschichte bis zum Deutschen Historischen Museum – und die sich daraus ergebenden Schwerpunkte der Provenienzforschung. Anhand einiger Beispiele werden die Besonderheiten der Recherchen zu Kriegsverlusten, NS-Raubgut und Entzügen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR dargestellt.
Dauer: 1:20 h
Anmerkungen: Nicht barrierefrei.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Hinweis: Taschen und Rucksäcke (größer als DIN A4-Format) sowie Mäntel bitte in den Garderobenschränken im Eingangsbereich (DHM-Bibliothek) einschließen.
Treffpunkt: Bode-Museum, Am Kupfergraben, 10178 Berlin (Monbijoubrücke)
Beginn: Uhr
Ende: Uhr
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