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Ein Dorf zeigt Haltung
Solidarität statt Schweigen
Der Vortrag beleuchtet die Solidarität vieler Greimerather Einwohnerinnen und Einwohner mit ihren jüdischen Mitbürgern. René Herrmann, dort aufgewachsen, berichtet in Interviews von dem guten Verhältnis seiner Familie zur Dorfbevölkerung. Auch nach 1933 blieb der Alltag zunächst freundlich; René erinnerte sich an eine unbeschwerte Schulzeit ohne Unter- schiede zwischen jüdischen und nichtjüdischen Kindern. Erst spät erkannte die Familie die Gefahr. Bis zur Reichspogrommnacht 1938 gab es keine offenen Übergriffe.
Während des Pogroms verweigerte die Greimerather SA die Beteiligung, doch SA-Männer aus Nachbarorten überfielen die Familie. Vater, Onkel und Bruder Bernhard wurden ver- haftet, das Haus geplündert und später zwangsverkauft. 1941 wurde die Familie nach Riga deportiert, später nach Stutthof verschleppt. Nur die Mutter sowie René, Kurt und Bernhard überlebten.
2009 wurden Stolpersteine für die Familie verlegt, 2018 erhielten René und Kurt die Ehrenbürgerschaft Greimeraths.
Eintritt frei
Hauptstraße 54A
54314 Greimerath
Beginn: Uhr
Einlass: Uhr
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