Vor 2 Jahren fiel der Fachtag aus, weil die Pandemie uns einen Strich durch die Rechnung machte. Letztes Jahr ging es um Nachhaltigkeit und damit um den Kampf gegen die Klimakrise. Und dieses Jahr? Als wir im Februar zusammensaßen, um über das Thema des diesjährigen Fachtags zu beraten, hatte kurz zuvor Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen, und irgendwo zwischen all dem gab es u.A. noch den Zerfall globaler Lieferketten und den allgegenwärtigen Fachkräftemangel. Krisen, wohin man schaut.

Bei all der Verzweiflung, die diese Ereignisse mit sich bringen, haben wir uns gefragt: Wie können wir als Menschen und als Unternehmen einen konstruktiven Weg finden, mit einander überschneidenden Krisen umzugehen? Und wie können wir uns vorbereiten auf etwas, von dem man noch nicht weiß, was es sein wird und wann es eintreten wird? Deshalb lautet unser diesjähriges Fachtags-Thema: "Leben und arbeiten in Zeiten der Krisen".

Wie immer wollen wir uns dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Dazu haben wir diesmal für den Vormittag vier Vorträge geplant:

Sven Christian Andrä, Mitglied der Geschäftsführung und CDO der Klingel Gruppe: "Das Geschwindigkeitsparadox – Geschwindigkeit gibt Sicherheit"
In vielen Kontexten – am besten greifbar bei einigen Sportarten - bringt Geschwindigkeit Stabilität und Sicherheit, während vorsichtige Langsamkeit genau das Gegenteil zur Folge hat. Da macht es doch durchaus Sinn, einmal zu überlegen, ob das auch für Unternehmen, Teams und Projekte gilt und was daraus abgeleitet werden könnte.

Karl-Heinz Knorr, Katastrophenschutzbeauftragter für das Land Bremen: "Krisen-Prävention - Resilienz und Diversifikation"
Unsere Gesellschaft funktioniert global, vernetzt und (immer mehr) digitalisiert, mit einem Wort: komplex - und die Bedrohungen sind es ebenso. Sucht man nach stabilisierenden Faktoren, dann stößt man bei einfachen Ursache-Wirkungs-Analysen an Grenzen, denn Risiken und Bedrohungen wirken mitunter selbstverstärkend. Wo einfache und abschließende Antworten unmöglich sind, braucht es stattdessen geeignete adaptive Strategien.

Dr. Justine Walter, Transformations-Designerin bei den Digital Impact Labs Leipzig und Katastrophenforscherin: "Chancen durch die Gefahr!?"
Krisen stellen unsere Normalität auf den Kopf und unsere Art zu leben, zu arbeiten und zu planen stark infrage. Dabei ist eine Krise selbst eben noch keine Katastrophe, sondern vielmehr ein Wendepunkt oder – anders ausgedrückt – ein Zeitpunkt, an dem Entwicklungen in neue, zukunftsfähige Richtungen möglich sind. Wenn Unternehmen es schaffen, diese Chancen zu erkennen und für sich zu nutzen, werden Krisen zu Chancen auf eine erfolgreichere Zukunft.

Anita Schüttler, Informatikerin und Gründerin von neulands Nachhaltigkeits-Team: "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"
Spinnen im Haus und Feminismus. Antifragilität und Intrapreneurship. Krebs und Experimente. Der Kampf gegen die Klimakrise und unternehmerischer Gewinn, mal anders. Anita bringt all das für 30 Minuten zusammen und beantwortet die Frage, wie sie in Zeiten wie diesen optimistisch bleibt, obwohl sie fast täglich "die Krise kriegt".

In den Nachmittag starten wir mit zwei Workshoprunden, die wir zusammen mit Euch gestalten.

Den Abschluss des neuland-Fachtags bildet wieder unsere erlesene Auswahl von Kurzvorträgen - 20 Folien à 20 Sekunden. Die Themen sind wie gewohnt sehr vielfältig und haben nicht immer etwas mit unserem beruflichen Alltag zu tun. Gerne könnt Ihr Euch auch mit einem eigenen Pecha Kucha beteiligen.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten haben wir genügend und auch etwas längere Pausen eingeplant.

Der Fachtag findet am Donnerstag, den 15. September 2022 zwischen 9:00 und 17:00 Uhr statt - wenn irgend möglich, als Präsenzveranstaltung in unseren Räumlichkeiten am Bremer Europahafen.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Wo findet diese Veranstaltung statt? neuland - Büro für Informatik
Konsul-Smidt-Straße 8g
28217 Bremen

Wann findet diese Veranstaltung statt?
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