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Sind wir noch zu retten, Anna-Lena von Hodenberg? Ein Gespräch mit der Geschäftsführerin und Co-Gründerin von HateAid

Unsere digitale Öffentlichkeit steht unter massivem Stress: Hass und gezielte Einschüchterung im Netz verschieben Grenzen des Sagbaren, vergiften Debatten – und treffen längst nicht nur „Prominente“, sondern Kommunalpolitiker:innen, Journalist:innen, Aktivist:innen und ganz normale Bürger:innen. Gleichzeitig wächst der Erwartungsdruck an Staat und Plattformen: Was ist heute schon illegal? Und warum fühlt es sich so oft an, als bliebe es folgenlos? Zwischen hitzigen Grundsatzdebatten über Meinungsfreiheit und „Zensur“ entscheidet sich im Alltag, ob Betroffene tatsächlich Schutz bekommen, bei Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten.
In dieser Ausgabe von „Sind wir noch zu retten?“ spricht Publix-Intendantin Maria Exner mit Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin und Mitgründerin von HateAid. HateAid unterstützt Betroffene digitaler Gewalt mit Beratung und Prozesskostenfinanzierung und setzt sich politisch dafür ein, dass Rechte im Netz durchgesetzt werden – in Deutschland und Europa.
Wie hoch der Einsatz inzwischen ist, zeigt ein Vorgang, der weit über die deutsche Debatte hinausweist: Ende Dezember 2025 verhängte das US-Außenministerium gegen die beiden HateAid-Geschäftsführerinnen Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon ein Einreiseverbot. Ein Versuch der Einschüchterung im Kontext des transatlantischen Konflikts um europäische Plattformregulierung, insbesondere den Digital Services Act.

  • Was bedeutet das für die Regulierung sozialer Medien in Europa und für ihre Durchsetzung?
  • Wo stehen wir beim Kampf gegen digitale Gewalt: Was funktioniert, was scheitert, und warum?
  • Und wie groß ist der Einfluss der USA auf europäische Gesetzgebung, Plattform-Compliance und den Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft?

Ein Gespräch darüber, wie demokratische Gesellschaften ihre digitalen Räume menschen- und demokratiefreundlicher gestalten und vor Manipulation und Hass schützen können, ohne Grundrechte gegeneinander auszuspielen. Gemeinsam zeichnen wir den Weg nach vorn – mit viel Zeit für Fragen aus dem Publikum.

Publix, Hermannstraße 90, 12051 Berlin


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