Wie wir über Israel und Palästina reden. Ein Gespräch mit Lili Zahavi und Zakariyya Meißner

Kaum ein Thema ist derzeit so schwierig zu besprechen wie der Nahost-Konflikt. Die Debatten sind oft geprägt von Emotionen, Polarisierung und Sprachlosigkeit. Umso wichtiger ist es, Räume zu schaffen, in denen Gespräche möglich sind – respektvoll, differenziert und menschlich.

In diesem Gesprächsformat treffen zwei Perspektiven aufeinander, die sonst selten gemeinsam gehört werden – nicht im Streit, sondern im Dialog. Lili Zahavi ist Filmemacherin mit Wurzeln in Israel und der DDR. Aufgewachsen in Berlin, bewegt sie sich künstlerisch wie politisch zwischen den Welten. Sie erzählt in ihren Arbeiten von Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Neben ihrer filmischen und schauspielerischen Tätigkeit engagiert sie sich seit Jahren in politischen Bildungsprojekten für Demokratie, gegen Rassismus und Antisemitismus.
Zakariyya Meißner, Deutsch-Palästinenser mit langjähriger Erfahrung in der diskriminierungskrischen Extremismusprävention, bringt eine ebenso persönliche wie fachlich fundierte Perspektive in die Diskussion ein. Sein Anliegen ist es, zur Versachlichung des Diskurses beizutragen, Empathie zu fördern und Menschen in ihrer sprachlichen wie emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema zu unterstützen.

Gemeinsam öffnen die beiden einen Raum für Nachdenken, Zuhören und Fragen – jenseits einfacher Antworten.
Ein Abend für alle, die bereit sind, ihre Haltung zu reflektieren, neue Sichtweisen kennenzulernen und gemeinsam über ein Thema zu sprechen, das uns alle betrifft.

Diese Veranstaltung basiert auf dem Trialog-Projekt. Das ist ein multiperspektivisches Gesprächsformat über den Nahostkonflikt, das von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann initiiert wurde. Ausgehend vom Ausbruch des Krieges in Israel und in Gaza am 7. Oktober 2023 und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Folgen widmet sich das Projekt der großen Herausforderung, das Thema im Raum Schule besprechbar zu machen.
Das Ziel der Trialoge ist, gemeinsam mit jungen Menschen einen Ort des gegenseitigen Zuhörens, der Verständigung, des Aushaltens und des Wachsens zu schaffen. Emotionales Erleben in allen seinen Facetten einen Raum zu geben. Es geht darum, den enormen emotionalen Herausforderungen der Schülerinnen und Schüler, die der Konflikt mit sich gebracht hat, zu kanalisieren, sie zu verstehen und dadurch auch den Prozess des Verarbeitens und des Heilens anzuregen. Gleichzeitig soll dem großen Unwissen über die verschiedenen Grautöne und den zunehmenden menschenfeindlichen Vorurteilen und den zahlreichen Verschwörungstheorien im Zusammenhang des Nahostkonfliktes entgegengewirkt werden.

Ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH. Mehr Information: https://israelpalaestinavideos.org/trialoge

Der Buchungszeitraum für diese Veranstaltung ist beendet.

Anna-Seghers-Bibliothek
Prerower Platz 2
13051 Berlin


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