SCHREDDER Testlauf | Zweiklang: Glaskörper
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Der SCHREDDER ist ein Nachwuchs-Theaterfestival des Theaterhaus Hildesheim e.V., das jungen Theaterschaffenden einen Raum bietet, eine erste eigene Produktion zu realisieren, indem ein Produktionsbudget, Probenräume im Theaterhaus und Unterstützung durch professionelles Mentoring zur Verfügung gestellt werden.
Dabei hat der SCHREDDER seit seinem Start im Jahr 2009 eine lange Tradition, die schon viele Generationen von Hildesheimer Kulturschaffenden bereichert hat.
Das Konzept des SCHREDDERs beruht auf einer simplen Idee: Was immer man in den SCHREDDER hineingibt – egal wie sperrig, groß und komplex es auch sein mag – wird zerteilt, in einzelne Aspekte zerlegt und dadurch überhaupt erst überschaubar, einsehbar und vielleicht sogar verständlich. Jedes Jahr wird für den SCHREDDER ein Wort ausgewählt, das durch die szenische Bearbeitung in seine Einzelteile zerlegt, erforscht und neu
zusammengesetzt werden soll.
Dieses seziert der SCHREDDER das Wort „FLEISCH“.
Fleisch ist immer Grundsubstanz, stets in Verwandlung zwischen Wachsen und Zerfallen, ist Subjekt aber auch materielles Objekt. Ein Begriff, welcher uns im Alltag selbstverständlich, jedoch auch abstoßend erscheinen kann, geschreddert jedoch wesentlich mehr als nur Hack ergibt. Als künstlerischer Gegenstand ergibt er eine Bandbreite an Spannungsfeldern zwischen religiöser Symbolik & Wissenschaft, Genuss & Ekel, Schönheitsidealen & Body Horror, welche zerhackt oder fein seziert werden können.
Zu Beginn des Jahres wurden vier studentische Theatergruppen ausgewählt, welche sich aus unterschiedlichsten Blickwinkeln den Begriff künstlerisch erforschen wollen.
In „Glaskörper“ wird der Schreibprozess als ein Kampf mit inneren Dämonen inszeniert, bei dem der fleischliche Körper als fragiler, begehbarer Ort verschiedener Bewusstseinszustände erforscht wird.
Angelehnt an eine jüdischen Legende untersucht die körperliche Performance „Golem“ das Spannungsfeld zwischen künstlicher Hülle und organischer Fleischlichkeit in einem ritualisierten Bühnenbild.
Unter dem Motto „Fit für den Verkehr“ bricht ein weiteres Projekt das Tabu um den Konsum von Pornografie und hinterfragt politisch wie unartig unseren Umgang mit der Fleischeslust und dem Körper als Ware. Die Produktion „Streichholz“, um in einer Szenencollage die philosophische Frage nach dem Wert von Selbstaufopferung und Liebe innerhalb menschlicher und natürlicher Systeme zu stellen.
Der SCHREDDER ist Teil der FREI_TREPPE und wir gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung Niedersachsen und der Stadt Hildesheim.
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