Schattenkonzert #sichtbar unsichtbar: Wanderarbeiter*innen in Hannover

treppenhausorchester - Schattenkonzert #sichtbar unsichtbar: Wanderarbeiter*innen in Hannover

Klassische Musik trifft auf gesellschaftlichen Diskurs
Die Schattenkonzerte setzen sich mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander. In einem geschützten Rahmen, verwoben mitklassischer Musik, gibt das Orchester Menschen eine Stimme, die in der Öffentlichkeit oft nicht gehört werden. Anonym, hinter Schattenwänden, erzählen sie ihre persönlichen Geschichten, während das Orchester sichtbar um die Wände sitzt, zum Thema passende Stücke spielt und die Berichte musikalisch kommentiert.

SCHATTENKONZERTE 2026 - #sichtbar unsichtbar: Wanderarbeiter*innen in Hannover

Es gibt keine genauen Zahlen. Man weiß nicht genau, wie viele Menschen aus vornehmlich Ost- und Südeuropa zu oft schwierigsten Arbeitsbedingungen - von der häuslichen Pflege über die Landwirtschaft bis hin zum Baugewerbe oder in der fleischverarbeitenden Industrie - als mobile Arbeiter*innen bei uns tätig sind.
Schätzungen sprechen von deutlich mehr als einer halben Million Menschen. Strukturelle Ausbeutung prägt diese Tätigkeit, die oft über undurchsichtige Systeme von Subunternehmen organisiert ist. Häufig schuften sie mit nur geringem sozialem und gesundheitlichem Arbeitsschutz, sind Lohnraub und erzwungen unbezahlten Überstunden ausgesetzt.

Zwei Menschen hinter einer Leinwand. Sie kommen aus Polen, arbeiten als mobile Arbeiter*innen in Hannover. Das Orchester im Treppenhaus bettet ihre Erfahrungsberichte in dieser Folge des Schattenkonzerts mit Kompositionen u.a. von Glasunow und Dessner ein. Wie immer beim Schattenkonzert bleiben die berichtenden Menschen anonym und geschützt. Zwei Stimmen erzählen, zwei Menschen aus Polen, die in Hannover arbeiten: eine aus der häuslichen Pflege, einer vom Baugewerbe. Sie schildern zu musikalischen Klängen, die sensibel kommentieren, ihre Lebensgeschichten, erzählen Geschehnisse aus ihrem Alltag, von kleinen Sehnsüchten und großen Schicksalsschlägen.

BESETZUNG
Horn: Magdalena Ernst
Akkordeon: Goran Stevanovich
1. Violine: Stephanie Kemna
2. Violine: Kathi Licht
Viola: Yannick Hettich
Cello: Michael Schmitz
Künstlerische Leitung: Johanna Ruppert
Regie: Volker Bürger

KOOPERATIONSPARTNER
Beratungsstelle für mobile Beschäftigte Niedersachsen (in Trägerschaft der Arbeit und Leben Niedersachsen gGmbH Hannover)


Conti Foyer
Königsworther Platz 1
30159 Hannover


Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Einlass: Uhr
Zum Kalender hinzufügen

Produkte

Unkategorisierte Produkte

pay what you can: für alle, die nicht oder noch nicht verdienen

10,00 €

Menge

pay what you can: für alle, die regulär zahlen können

20,00 €

Menge

pay what you can: für alle, die mehr geben können und damit anderen den Konzertbesuch ermöglichen

Dieser Beitrag kann auf Wunsch frei nach oben angepasst werden – als Unterstützung für andere Gäste und für die Arbeit des Ensembles.

Menge