Theater- und Kunstprojekt "NS-Krankenmord in der Landesheilanstalt Weilmünster" mit der Weiltalschule Weilmünster

Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufe 10 der Weiltalschule Weilmünster widmen sich mit großer Hingabe einem der düstersten Kapitel der deutschen Geschichte: den systematischen Morden an Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen während des Nationalsozialismus, von den Nazis euphemistisch als "Euthanasie" bezeichnet. Unter der professionellen Anleitung der renommierten Schauspieler Crischa Ohler und Sjef van der Linden vom Theater mini-art e. V. aus Bedburg-Hau (Niederrhein) und der Künstlerin Anne Horz vom Kunstpädagogischen Institut der JLU Gießen entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein Theaterstück und bildende Kunst, die auf den Biografien der "Euthanasie"-Opfer der Tötungsanstalt Hadamar und der Hungeranstalt Weilmünster basieren.

Am Ende des Projekts steht eine beeindruckende theatralische Collage und ausdrucksstarke Kunstwerke, die von den Schülerinnen und Schülern selbst erarbeitet wurde und am 28. Juni und 1. Juli teilweise öffentlich präsentiert wird.
Die öffentlichen Aufführungen des von den Schülerinnen und Schülern entwickelten Stücks mit dem Titel "Verdrängt? - Theaterprojekt über die NS-Krankenmorde in Weilmünster" finden am 28. August um 18:30 Uhr im Blumenhof-Theater in Weilmünster und am 31. August um 18 Uhr im Festsaal von Vitos Weil-Lahn in Hadamar statt.
Das Theaterprojekt bietet eine einmalige Gelegenheit, die dunkle Vergangenheit der Region zu reflektieren und gleichzeitig das kreative Potential junger Menschen zu fördern.

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Zukunft bilden - Andrea & Markus Eisel Stiftung und die Stiftung EVZ und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Förderprogramms "JUGEND erinnert engagiert".