Mit dem Schwellendatum des »30. Januar 1933« greift dieses Buch ein hochaktuell gewordenes Thema auf. Geschichtstreu re-konstruiert Lothar Machtan die letzten Wochen der ersten deutschen Demokratie zum Sittengemälde einer Staatskultur am Abgrund.Sein Blick richtet sich konsequent auf die dort Handelnden: Getrieben von Rachegelüsten, Machtgier und Angst entfesselten sie einen »Showdown«, der die Warnsignale eines politischen Supergaus übertönte – und die Auslieferung staatlicher Macht an Hitler schließlich zu einem unumkehrbaren Akt der Verantwortungslosigkeit werden ließ.
Deutlich wird: Die Weimarer Republik ist nicht gescheitert. Die »Januarverbrecher« in der Wilhelmstraße haben sie böswillig kollabieren lassen, um dann dem Führer der Nationalsozialisten aus strategischem Kalkül die Schadensabwicklung zu übertragen. Ein Lehrstück, das zeigt, was passieren kann, wenn einer demokratisch verfassten Herrschaftsform die Kontrolle der Macht entgleitet.
Lothar Machtan, geboren 1949 in Gelsenkirchen, studierte Geschichts- und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Er promovierte und habilitierte sich an der Universität Bremen, wo er bis 2015 als Professor für Neuere Geschichte lehrte. Außer in Bremen forschte und lehrte er noch in Konstanz, Berlin, Kassel, Halle und am Claremont McKenna College in Kalifornien.
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