Wie wird ein historisches Ereignis in der Presse dargestellt – und welche Perspektiven, Deutungen und Leerstellen prägen unser Bild der Vergangenheit? Am Beispiel der Verhaftung des DDR-Schriftstellers X im Jahr 1963 rekonstruieren die Teilnehmenden in diesem Hands-on-Workshop anhand ausgewählter DDR- und westdeutscher Zeitungsberichte unterschiedliche Perspektiven auf das Geschehen. Zwei Rechercheteams erschließen zunächst getrennte Quellenkorpora und entwickeln eigene Rekonstruktionen, die anschließend im Perspektivwechsel überprüft und revidiert werden. Dabei erfahren die Teilnehmenden unmittelbar, wie Auswahl, Sprache, Bildsprache, zeitgebundene Wissensstände und Leerstellen historische Wahrnehmung prägen. Sie erwerben grundlegende Kompetenzen der historischen Quellenkritik und lernen, zwischen belegbaren Informationen, Interpretation und offenen Fragen zu unterscheiden.

– Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Knowledge under Pressure – Umkämpftes Wissen“ statt.

Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin


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Ende: Uhr
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