Intern - Whose Gaze? - Kunst, Macht und das Sehen

Hochschule für Fernsehen und Film München
Bernd-Eichinger-Platz 1
80333 München


Beginn: Uhr
Ende: Uhr
Einlass: Uhr
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Programm

09:00 – 09:30 Uhr: Ankommen/Anmeldung

09:30 – 17:30 Uhr: Kinderbetreuung für Kinder ab 4 Jahre durch Spielkultur e.V. mit eigenem Angebot

09:30 – 09:50 Uhr: Eröffnung und Begrüßung

09:50 – 10:00 Uhr: Impulsvortrag Themis

10:00 – 10:15 Uhr: Kaffepause mit Snacks

10:15 – 11:45 Uhr: Panel: „Whose Gaze: Zwischen Kunstfreiheit und Verantwortung – wo endet Macht?“

11:45 – 13:00 Uhr: Mittagspause

13:00 – 15:00 Uhr: Workshops

13:00 - 15:00 Uhr: Screening HFF-Kurzfilme

15:00 – 15:30 Uhr: Getränke und Snacks

15:30 – 17:15 Uhr: Abschlussveranstaltung

17:30 - 17:45 Uhr: Performance @HMTM Foyer

ab 17:30 Uhr: Ausklang mit DJ Süperfly @Minna Thiel

Programm im Pavillon 333 (siehe unten)

Whose Gaze?

Unter dem Motto „Whose Gaze? – Kunst, Macht und das Sehen“
wollen wir mit Studierenden, Lehrenden und weiteren Hochschulangehörigen darüber ins Gespräch kommen, wie diskriminierende und oft übergriffige Darstellungskonventionen erkannt, kritisch hinterfragt und künstlerisch überwunden werden können. Im Zentrum steht dabei die Frage: Wessen Blick prägt unser Bild von Welt – und wie lässt er sich verändern?

Der Respekt-Tag findet am Dienstag, 17. November zwischen 9:30 und 20:00 Uhr an der HFF statt.

Für alle Angehörigen der AdBK, HFF, HMTM und Theaterakademie mit kleinen Kindern (ab 4 Jahren) wird zwischen 9:30 - 17:30 Uhr eine Kinderbetreuung mit eigenem Programm zum Thema RESPEKT angeboten. Bei Interesse melden Sie sich bitte an, damit die Betreuung entsprechend geplant werden kann.

Zur Förderung der Teilhabe aller Studierenden und Mitarbeitenden stellen wir für den Tag
– eine Kinderbetreuung,
– ein Awareness-Team,
– sowie Teilnahmebescheinigungen für die Workshops bereit.

Ein besonderer Höhepunkt wird die Abschlussveranstaltung mit künstlerischen Beiträgen und der Verleihung des Gender Diversity Award der HMTM sein.

Gemeinsam möchten wir mit dem RESPEKT-TAG 2026 ein starkes Zeichen für ein respektvolles, solidarisches und zukunftsfähiges Arbeitsumfeld in Kunst und Kultur setzen.

Konzeption Respekt-Tag: Abteilung Diversität: Sinem Gökser, Lukas Niedermeier, Danai Gavranidou, Bettina Deeg
Mit Unterstützung von: Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst: Katrin John, Monika Wöhrl (Stellvertretung) und Gleichstellungsbeauftragte: Petra Hereth
Projektleitung Respekttag: Sinem Gökser
Kuration HFF-Filme und Dramaturgie Abschlussveranstaltung: Angela Regius
Technische Leitung: Henning Hoffmann-Heyden
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Jette Beyer und Anja Klinke

Whose Gaze?

Whose Gaze?

gratis
Eröffnung & Impulsvortrag

9:30 - 10:00 Uhr (30min)
Kino Rot (Raum E.04)


Eröffnung und Begrüßung durch Präsident:innen und Projektleitung (Sinem Gökser): (20 min)
Prof. Daniel Sponsel (Gastgeber, HFF)
Prof. Lydia Grün ( HMTM)
Prof. Karen Pontoppidan (AdBK)
Prof. Amélie Niermeyer (TAK)
Moderation im Interview-Format von Jette Beyer


Impulsvortrag - Themis Vertrauensstelle (10 min)

Lea Maria Breuer und Marina Fischer

„Whose Gaze?" fragt auch nach Verhältnissen: Wer blickt, was wird übersehen? Kunsthochschulen sind Orte, an denen Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch schwer benennbar bleiben können. Der Impuls stellt die Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt vor: vertraulich, kostenfrei und unabhängig. Die zentrale Botschaft: Vertraut euch an und sucht euch ein Gegenüber.

gratis

Menge
Panel: „Whose Gaze: Zwischen Kunstfreiheit und Verantwortung – wo endet Macht?“

10:15 – 11:45 Uhr (90 min)
Kino Rot (Raum E.04)
Sprache: Englisch

Wer bestimmt, wer gesehen wird – und wie? Das Panel „Whose Gaze“ diskutiert Macht, Blickregime und Verantwortung in Film und visueller Kultur. Zwischen künstlerischer Freiheit, Repräsentation und institutioneller Verantwortung geht es um die Frage, wie Perspektiven entstehen, wer sie prägt und wie ein bewusster Umgang mit Machtverhältnissen aussehen kann.

Auf dem Panel:
Prof. Sinje Gebauer (Professorin VFX Producing, HFF, Initiatorin Girl’s Day an der HFF)
Dr. Sezgin Inceel (Dozent “Inklusive Musikpädagogik/Community Music“, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Musiker:in)
Paula Poprawa (ehem. Constantin Film, Bereich Herstellung)
Marley Schlarb (wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in an der Kunstakademie Düsseldorf)
Sara Sommerfeldt (Gründer:in Rising Gaze, Schauspieler:in)
Stella Deborah Traub (freie Fotograf:in und Filmemacher:in; Student:in Dokumentarfilmregie an der HFF)

Moderation: Christina Wolf

gratis

Menge
Abschluss: Film, Bilder, Musik – Perspektiven, die bleiben:

15:30 - 17:15 Uhr (105 min)
Audimax (Raum E.01)
Sprache: Englisch

Was bleibt, wenn das Festival zu Ende geht? Ein Nachmittag voller bewegter Bilder, Stimmen, Musik und überraschender Perspektiven. Studierende der AdBK und HFF zeigen ihre Filme, der Gender & Diversity Award der HMTM wird verliehen und künstlerische Beiträge laden zum Weiterdenken ein. Die Klasse SPRECHEN (Theaterakademie August Everding) bringt „schlecht, schlecht, schlecht – ge?“ auf die Leinwand. Den musikalischen Schlusspunkt setzt Dr. Sezgin Inceel.

Programm der Abschlussveranstaltung:


Performance Calra Klebori und Laura D‘Alessandro: "like a woman handles it" (AdBK)

Die Performance thematisiert mit ironischem Seitenhieb die Folgen patriarchaler
Sozialisation: Einem System, das Männern den Zugang zu ihren eigenen Emotionen
systematisch verwehrt. Die Konsequenzen sind fatal.


Weltpremiere des Kurzfilm "BASTI" (HFF)
Regie: Tabea Werhahn
Was bedeutet Freiheit und wo stößt sie an ihre Grenzen? In selbst gedrehten und beobachtenden Bildern bewegt BASTI sich durch Freundschaft, Selbstbestimmung und einem Alltag auf der Straße. Ein persönliches Kurzportrait über ein Leben außerhalb gesellschaftlicher Strukturen.
In Anwesenheit des Filmteams


Konzeptpräsentationen und Preisverleihung im Rahmen des Gender & Diversity Awards (HMTM)

Francesca Berardi: "Un‘ultima cosa"
In ihrem Konzert verbindet Francesca Berardi Musik, Literatur und Kunst und erzählt das Leben von drei Künstlerinnen: Dora Maar, Aloïse Corbaz und Annalisa Carmi. Inspiriert von dem Buch »Un‘ultima cosa« der italienischen Journalistin Concita De Gregorio behandelt das Projekt Gewalt gegen Frauen, Ausgrenzung, Abhängigkeit und künstlerische Selbstermächtigung.

Ophelia Flassig: "Resonant Bodies"
Ausgehend von der Geschichte des Hauptgebäudes der HMTM am Campus Arcisstraße – einem ehemaligen Repräsentationsbau der NSDAP – untersucht Ophelia Flassig, wie sich totalitäre, patriarchale Machtstrukturen auch auditiv in Architektur einschreiben. Mit ihrem Sound-Suit, Mikrofonen und Gesten bringt Ophelia Flassig Wände, Böden und Interieur zum Klingen.


Klasse SPRECHEN: "schlecht, schlecht, schlecht - ge?" (TAK)
Was machen wir, wenn künftige Generationen uns fragen, warum wir uns so entschieden haben? Warum wir so handelten? Welche Rolle spielt unsere Oberfläche, um wahrgenommen zu werden? Mit welchen Konnotationen setzen wir uns auseinander? Was waren vor knapp 10 Generationen Fragen der Gesellschaft? Was ändert sich...im Laufe der Jahres-Zeiten? 10 Studierende des Schauspiels der Theaterakademie August Everding machen sich auf, Fragen zu stellen und Antworten zu suchen. Oberflächlich und tiefgründig.
Es sprechen und spielen Clara Auer, Adele Bauer, Maia Frosch, Laurens Gujber, León Hänig, David Hirmer, Sabrina Lang-Muhr, Vitaly Korobovsky, Ivo Mieulet und Ilias Ouadi. Der Text bedient sich des Gedankenguts von Liv Strömquist und Olympe de Gouges. Freuen sie sich auf einen Sprechchor und eine Videokollage unter Mitarbeit der Dozentin Sophia Güttler.


Konzert Dr. Sezgin Inceel
Sezgin Inceel erzählt in seinen Songs persönliche Geschichten und setzt sich mit Fragen von Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Erwartungen auseinander. Seine Musik bewegt sich zwischen verschiedenen musikalischen und kulturellen Einflüssen und schafft Raum für leise, nachdenkliche, aber auch spielerische Momente.


17:30 – 17:45 Uhr
Performance Ophelia Flassig: "Resonant Bodies – Ein Gebäude wird zum Instrument" @ HMTM Foyer, Arcisstr. 12
Folgen Sie Ophelia Flassig auf der Suche nach den Klängen des einstigen Führerbaus, von den Nationalsozialisten als Bühne ihrer Macht errichtet. Live und in Bewegung formt sie daraus einen rhythmischen Beat. Hört man dem Gebäude seine Ideologie an? Wie gehen wir heute mit ihm um, wie beeinflusst es uns und was machen wir daraus? Tauchen Sie ein in eine immersive, ortsspezifische Soundperformance.


17:30 – 20:00 Uhr
Ausklang mit DJ Süperfly (Eksotik Meksotik / München) @Minna Thiel
Aufgewachsen in zwei „Funky Towns“ – München und Istanbul – erforscht Süperfly aka Tuncay Acar die tiefsten Tiefen des Norientalismus, indem er permanent die Grenzen von kulturellen, ethnischen, geographischen, chronologischen und fiktiven Regionen und musikalischen Genres überschreitet. Das Ziel ist es, die omnipräsente Dominanz von Identitätskonzepten in der Tanzmusik zu dekonstruieren, um Platz zu schaffen für die unbefangene transkulturelle Ekstase.Seine exquisite Vinylsammlung erweitert er durch digitale Fundstücke aus verschiedenen Genres: Kurdischer Halay, Gazinomüzik, Arabesk, Anatolian & Arabian Psychedelia, Electro- und Hip Hop-Mashups, Edits und Remixes von mediterranen anatolischen, mesopotamischen oder levantinischen Psychedelic-Klassikern, Schlager aus der Türkei, Griechenland, Iran, Palästina, Ägypten, Maghreb, Nordafrika, dem Balkan und auch aus Memphis/Tennessee amalgamieren zusammen mit einer Prise Latin Boogaloo im Sud der Leidenschaft und der Hitze des Südostens. Linktree:https://paths.to/sueperfly


Moderation: Christina Wolf

gratis

Menge
Kinderbetreuung durch Spielkultur e.V. ab 4 Jahren

9:00 - 17:30 Uhr
SR 10 (Raum 5.33)

Kinderbetreuung durch SPIELkultur e.V. – Raum für kleine Entdecker:innen

Während Sie sich ganz auf Workshops und Diskussionen konzentrieren, dürfen Ihre Kinder bei SPIELkultur e.V. kreativ sein, spielen und sich wohlfühlen. Unser erfahrenes Team sorgt liebevoll für eine altersgerechte Betreuung mit viel Fantasie und Bewegung.

Für Kinder ab 4 Jahren

Wir freuen uns auf neugierige Kinder und entspannte Eltern!

gratis

Menge

Workshops

Nur für Angehörige der AdBK, HFF, TAK, HMTM

Workshops am Nachmittag (13:00 - 15:00 Uhr)

WS 1: Für Alle - "THE CIVILIZED BODY - Vergeschlechtlichte Körperartikulationen unter Beobachtung “
WS 2: Für Leitungspostitionen und Lehre - "Macht, Konflikte, Hierarchien. Wie wollen wir miteinander arbeiten?"
WS 3: Für Studierende - "Empowerment in Aktion: Deine Rechte. Deine Möglichkeiten. Sexuelle Belästigung im Arbeits- und Hochschulkontext erkennen, einordnen und handlungssicher begegnen."
WS 4: Für Filmstudierende und Interessierte - "Einführung in die kritische Filmkompetenz: Bilder, Narrative und Macht in Serien"
WS 5: Selbstverteidigungskurs für FLINTA*

Hinweis: Für die Zeit der Workshops und darüber hinaus steht eine Kinderbetreuung zur Verfügung.
Alle genannten Workshops 1-5 finden parallel statt.
Bitte wählen Sie nur eines der jeweiligen Angebote.
Bitte achten Sie auch darauf, dass das Angebot auf Ihre Personengruppe zutrifft (Studierende, Lehrende, etc.)

Workshops

Workshops

gratis
WS 1 - Für Alle - "THE CIVILIZED BODY - Vergeschlechtlichte Körperartikulationen unter Beobachtung “

13:00 - 15:00 Uhr (120min)
SR 5 (Raum 4.08)
Dieser Workshop richtet sich an alle Gruppen.
Sprache: Deutsch

Der Workshop widmet sich der Frage, wie Körperhaltung, Bewegungsmuster und Raumnahme sozial gelernt, kulturell codiert und künstlerisch befragt werden können. Ausgangspunkt ist die These, dass Körper nie einfach nur „natürlich“ erscheinen, sondern in bestimmten sozialen, medialen und räumlichen Kontexten lesbar werden und unter sozialer Beobachtung stehen. Es werden Fragen darüber gestellt, wie Blickregime, Habitus und Sozialisation Körperartikulationen beeinflussen und diese entsprechend kultureller Prägungen “zivilisieren”. Neben einem interaktiven Vortrag wird anhand kleiner Übungen zur Wahrnehmung, Haltung und Bewegung der eigene Körper als Träger von Gewohnheiten, Zuschreibungen und Ausdrucksformen erfahrbar gemacht. Ziel der praktischen und performativen Übungen sind konzentrierte, niedrigschwellige Versuche, die Reflexion und Wahrnehmung des Körpers und seinen Zuschreibenden miteinander verbinden. Anhand verschiedener künstlerischer Positionen und Beispielen aus der Popkultur werden Strategien eröffnet, geschlechtliche Einschreibungen zu untersuchen, zu dekonstruieren oder zu verfremden. content note: Der Workshop wird Inhalte zu Diskriminierung (aufgrund von Geschlecht und Sexualität) sowie Nacktheit zeigen und besprechen.


Referent:in:
Marley Schlarb ist seit 2023 wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in an der Kunstakademie Düsseldorf. In deren Forschung beschäftigt sich dey mit der Verhandlung patriarchal geprägter Sehgewohnheiten in ästhetischen Lehr- und Lernprozessen. Von 2023 – 2026 war Marley Schlarb Teil der BMBF-geförderten „lernen:digital“-Projektes, in dem dey ein Modul für die Lehrkräftefortbildung mit dem Titel „VISUAL EMPOWERMENT. Schärfung geschlechtersensibler Blicke durch, in und mit Kunst im digitalen Raum“ entwickelte. Seit 2026 ist Marley Schlarb zudem mit der inhaltlichen Koordination des Professorinnenprogramms 2030 zur Gleichstellungsförderung an Hochschulen an der Kunstakademie Düsseldorf betraut. Seit 2023 ist Marley Schlarb zudem ehrenamtlich Teil der Gleichstellungskommission der Kunstakademie Düsseldorf.

gratis

WS 2 - Für Leitungspostitionen und Lehre - "Macht, Konflikte, Hierarchien. Wie wollen wir miteinander arbeiten?"

13:00 - 15:00 Uhr (120 min)
SR 6 (Raum 4.28)
Dieser Workshop richtet sich an Personen in Leitungspositionen sowie Lehrpersonen.
Sprache: Deutsch

Wie gehen wir als Lehrende und Menschen in Leitungspositionen mit Hierarchien und Konflikten um, gerade dort, wo kleine Gruppen und persönliche Beziehungen den Hochschulalltag prägen? Der Workshop sorgt für Orientierung, was Diskriminierung und Belästigung überhaupt bedeutet und bietet Raum zur Reflexion, wie Richtlinien an unseren Häusern zum Wohle aller gelebt werden können.


Referent:in: Sara Sommerfeldt
Als Gründerin von RISING GAZE begleitet sie Hochschulen und Unternehmen aus der Kreativbranche bei der Entwicklung vielfältiger Narrative und diskriminierungssensibler Strukturen. Dazu gehört die Erstellung von Awareness-Konzepten, die Organisationen darin unterstützen, ein respektvolles und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Als zertifizierte Anti-Gewalt-Trainerin, Konfliktmanagerin und Systemische Deeskalations-Coachin hat sie mit ihrem Team bereits erfolgreich große Filmproduktionen als Vertrauensperson und Awarenessbeauftragte begleitet.

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WS 3 - Für Studierende - "Empowerment in Aktion: Deine Rechte. Deine Möglichkeiten. Sexuelle Belästigung im Arbeits- und Hochschulkontext erkennen, einordnen und handlungssicher begegnen."

13:00 - 15:00 Uhr (120min)
SR 7 (Raum 4.27)
Dieser Workshop richtet sich an Studierende.
Sprache: Deutsch

Sexualisierte Grenzüberschreitung beginnt nicht erst beim eindeutigen Übergriff. Gerade an künstlerischen Hochschulen, mit ihrer Nähe, Intensität, und Abhängigkeiten zwischen Lehrenden und Studierenden, kann oft unklar bleiben, wo eine Grenze verläuft und wer sie zieht. Der Workshop schafft Raum, das gemeinsam zu klären: Wie können Grenzen und Grenzüberschreitungen konkretisiert werden? Wie lässt sich Konsens aktiv gestalten? Wir nehmen beide Seiten in den Blick – die Perspektive Betroffener ebenso wie die Sorge, ungewollt zu Grenzen zu überschreiten. Außerdem: Welche Rechte habt ihr (AGG, Code of Conduct), wie läuft eine Beschwerde ab, und wer sind eigentlich eure Ansprechpersonen?
Interaktiv, mit Fallbeispielen und Austausch in Kleingruppen.


Referent:innen:

Lea Maria Breuer ist Volljuristin und seit 2023 juristische Beraterin bei Themis Vertrauensstelle. Während ihres Referendariats war sie unter anderem bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes tätig. Die dortige Arbeit vertiefte ihr Interesse am Antidiskriminierungsrecht und motivierte sie dazu, ihren beruflichen Schwerpunkt auf dieses Rechtsgebiet zu legen.

Marina Fischer ist Psychologin und systemische Beraterin. Seit 2019 arbeitet sie bei Themis mit Menschen aus der Kultur- und Medienbranche, die mit sexualisierten Grenzüberschreitungen konfrontiert sind und leitet Präventionsseminare für Beschäftigte und Studierende. Daneben forscht sie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin zu diversitätssensibler Prävention, mit besonderem Fokus auf künstlerischen Hochschulen.

gratis

WS 4 - Für Filmstudierende und Interessierte - "Einführung in die kritische Filmkompetenz: Bilder, Narrative und Macht in Serien"

13:00 - 15:00 Uhr (120 min)
SR 8 (Raum 5.11)
Dieser Workshop richtet sich an Filmstudierende und Interessierte.
Sprache: Deutsch

Serien prägen, wie wir die Welt und die Menschen in ihr wahrnehmen. Sie können stereotype, diskriminierende und ausgrenzende Vorstellungen reproduzieren – oder aber neue Perspektiven eröffnen und gesellschaftliche Normen irritieren. Der Workshop gibt eine Einführung in die diskriminierungs- und machtkritische Filmkompetenz und lädt dazu ein, genauer hinzuschauen: Wer erzählt – und mit welchem Blick? Wie entstehen bestimmte Bilder und Narrative? Welche Vorstellungen von Normalität, Zugehörigkeit und Differenz werden durch sie vermittelt? Und wie lassen sich problematische vs. emanzipatorische Darstellungen erkennen, analysieren und einordnen? Anhand von Ausschnitten aus unterschiedlichen seriellen Formaten – Friends, Schwarze Früchte und Uncivilized – untersuchen wir, wie Repräsentation, Erzählweisen und filmische Gestaltung gesellschaftliche Machtverhältnisse darstellen und verhandeln.


Referent:in:
Canan Turan ist Filmwissenschaftlerin, Dramaturgin, Kuratorin und Moderatorin. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie Film dominante Narrative und Bildwelten reproduzieren oder herausfordern sowie emanzipatorische Perspektiven auf Geschichte(n), Gesellschaft und Identität(en) eröffnen kann. Diesen Fragen widmet sie sich in Texten, ihrem Podcast film.macht.kritisch. sowie Fortbildungen und Vorträgen. Sie realisierte den Kurzfilm Kıymet (2012) und ist Creative Producerin des Dokumentarfilms From Here (2020). Seit 2023 ist Canan Mitglied des Auswahlkomitees von Berlinale Generation. Aktuell entwickelt sie FILM/POWER!, eine Akademie und Community für diskriminierungs- und machtkritische Filmkompetenz.

Website: www.cananturan.de

gratis

WS 5: Selbstverteidigungskurs für FLINTA*

13:00 - 15:00 Uhr (120 min)
SR 2 (Raum 2.03)
Dieser Workshop richtet sich an FLINTA*-Personen

Selbstverteidigungskurs mit Team Jakobi : Sicher & Selbstbewusst im Alltag 
Hier lernst du, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Grenzen zu setzen und dich im Ernstfall effektiv zu verteidigen. Dieser Kurs erfordert keine sportlichen Vorkenntnisse.

Für wen ist der Kurs?
• Anfänger:innen jeden Alters.
• Personen ohne Kampfsporterfahrung.
• Alle, die ihr Sicherheitsgefühl stärken wollen.

Die Kerninhalte
• Gefahrenprävention: Situationen richtig einschätzen.
• Deeskalation: Konflikte verbal lösen.
• Körpersprache: Sicheres Auftreten signalisieren.
• Effektive Techniken: Einfache, instinktive Griffe.
• Szenariotraining: Stresssituationen realistisch üben. [1, 2]

Dein Nutzen
• Du stärkst dein Selbstbewusstsein.
• Du überwindest die Schockstarre.
• Du lernst deine Grenzen zu verteidigen.
• Du verbesserst deine Fitness.

Infos zur Teilnahme
• Kleidung: Bequeme Sportkleidung, Sportschuhe
• Mitzubringen: Ein Handtuch und ausreichend Trinkwasser.


Referent:innen:
Yasemin Jakobi und Elias Shah Jakobi von LadyPower Muc

gratis

Kino

Das HFF-Kurzfilmprogramm findet zeitgleich zu den Workshops statt und kann nicht zusammen gebucht werden

HFF-Kurzfilm-Programm: "FLASHING GLANCES "
13:00 - 15:00 Uhr
Kino Rot (Raum E.04)

Respekt @ FOFS mit internationalen Filmen
18:30 - 20:00 Uhr
Audimax (Raum E.01)

Sprache: Englisch

Kino

gratis
HFF-Kurzfilm-Programm: "FLASHING GLANCES "

13:00 – 15:00 Uhr (120 min)
Kino Rot (Raum E.04)
Filme mit englischen Untertiteln.
Q&A in englischer Sprache.
Auswahl an Kurzfilmen der Studierenden an der HFF.

Wer wird angesehen – und wer schaut?
Die Kurzfilme des Programms FLASHING GLANCES suchen und finden Perspektiven fernab gängiger Erzählmuster. Sie orientieren sich an den Blicken ihrer Protagonist:innen: auf die Welt, auf das Gegenüber, auf sich selbst.
Dadurch werden ihre Welten erfahrbar – und Machtverhältnisse auf den Kopf gestellt.

Kuration und Moderation: Angela Regius


Programm:

Neun Tage im August
Regie: Ella Knorz
Lea scheint von außen alles gut hinzubekommen. Sie hat die Schule fertig, sieht ihre Freunde, geht auf Raves. Kein Grund für ihren Vater, sich Sorgen zu machen.

Ipek & Gabi
Regie: Anton Augsten
Ipek, 23, hat einen Gendefekt, der ihre Sehkraft stetig verschlechtert. Dank ihres Blindenführhundes Gabi meistert sie den Alltag. Doch Gabi ist mehr als eine Hilfe: Sie ist Ipeks beste Freundin, ihre Stütze und ihre Augen zur Welt.

dreizehn
Regie: Pia Deppermann
Lara ist 13, still und aufmerksam. Ihre große Schwester Juli ist 16, wütend und laut. Als ihre Mutter überraschend zur Arbeit muss, entscheidet sie: Lara soll mit Juli und Julis Freund*innen an den See fahren.

Think of Something beautiful
Regie: Trang Vo, Nadja Ißler
Fungi fotografiert, dichtet und trainiert in der Mixed Martial Arts-Profiliga. Ihr Alltag steht im Gegensatz zum Leben ihrer Mutter Hanh, die im eigenen Laden in Sachsen-Anhalt arbeitet. Trotz ihrer Unterschiede laden sie sich in die Welt der anderen ein: Fungi dreht Frühlingsrollen und Hanh posiert vor der Kamera ihrer Tochter.

DON JUICY
Regie: Diego Oliva Tejeda
Jorge und sein Sohn Emil müssen auf der Geburtstagsparty seines exzentrischen Chefs als Kellner einspringen. Was zunächst wie eine harmlose Veranstaltung aussieht, entwickelt sich schnell zu einer saftigen Geschichte mit finsteren Absichten… Eine Geschichte über Schweiß, (post-)migrantische Erfahrungen, Familie und Guacamole. ¡Ay Caramba!

To be judged
Regie: Tabea Schmidt
Marginalisierung ist für schwarze Transfrauen ein fast unausweichlicher Teil der Lebensrealität. Aber wie geht man damit am besten um?

Naomi und Gem haben für sich einen Weg gefunden. Sie sind beide aktiver Teil der Ballroomcommunity in München. Die beiden zeigen uns ihre Welt voller Gemeinschaft, Euphorie und Wettkampf.

Sie finden klare Worte und lassen uns Teil ihrer Innenwelt werden.

gratis

R.E.S.P.E.C.T.-Remix mit internationalen Filmen

18:30 - 20:00 Uhr (90 min)
Audimax (Raum E.01)

Gegenseitiger Respekt – auch und gerade für marginalisierte Lebensentwürfe – ist die Basis eines friedlichen Zusammenlebens. Diesen Respekt einzufordern ist aber nicht immer leicht. Etwa, wenn man die Sprache nicht spricht, wie der Protagonist von MY NAME AKIM. Wie Akim lebt auch die Titelheldin von HALIMA in einer Geflüchtetenunterkunft und muss ein traumatisches Ereignis verarbeiten. Joy wählt im gleichnamigen Film einen sehr direkten Ansatz, um den Verursacher ihres Traumas mit seiner Tat zu konfrontieren. In HEAVEN WILL WAIT kämpfen Frauen um Autonomie und sexuelle Selbstbestimmung, während Transfrau Maisie in GENDER STUDIES neue Erfahrungen sucht und findet.

gratis

Programm im Pavillon 333

Pavillon 333
Türkenstraße 15, 80333 München
Künstler:innen: Calra Klebori und Laura D‘Alessandro

Masken-Workshop für Mädchen (10-12 Jahre) "NICHT MIT MIR"
Mittwoch, 18.11.2026 (Buß-und Bettag)
9:00 - 14:00 Uhr

Video-Installation "Die ignorante Frau im öffentlichen Raum"
Montag 16.11.- Samstag, 21.11.2026
Täglich von 14:00 Uhr – 19:00 Uhr geöffnet

Masken-Workshop für Mädchen (10-12 Jahre) "NICHT MIT MIR"

Masken-Workshop für Mädchen (10-12 Jahre) "NICHT MIT MIR"

Mittwoch, 18.11.2026 (Buß- und Bettag)
9:00 - 14:00 Uhr
Nur Für Mädchen zwischen 10-12 Jahren

Nicht mit mir ist ein Masken-Workshop für Mädchen, in welchem die kreative
Auseinandersetzung mit persönlichen Grenzen und dem Selbstbewusstsein im
Mittelpunkt stehen. Sie entwickeln dabei individuell stärkende Sätze und gestalten dazu
ihre eigene Schutzmaske. Am Schluss kann ein kurzer Film entstehen, in dem die
Mädchen ihre stärkenden Sätze hinter den Masken präsentieren können, dafür wird es
im Voraus eine Einverständniserklärung zur Aufnahme und VeröFentlichung geben.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Materialien werden weitgehend gestellt. Die
Kinder sollten allerdings ein Mäppchen mit einer Schere mitbringen.

Unter Anleitung der Künstler:innen: Calra Klebori und Laura D‘Alessandro

gratis

Menge

Video-Installation "Die ignorante Frau im öffentlichen Raum"

Montag 16.11.- Samstag, 21.11.2026
Täglich von 14:00 Uhr – 19:00 Uhr geöffnet
Für die Videoinstallation muss kein Ticket gelöst werden

Ein Film über Alltagssexismus und Übergriffigkeiten im Leben von Frauen*. Im Mittelpunkt steht Raum als Machtkonstrukt, den Männer aufgrund patriarchaler Strukturen dominieren und Frauen an den Rand oder darüber hinausdrängen. Der Film zeigt unterschiedliche Formen von Belästigung und Gewalt und wie diese den Alltag vo Frauen prägen. Im Gegensatz zur Realität, werden die Geschlechterrollen getauscht. Zum strukturell bedingten TätER werden die Frauen, die Opfer sind männlich. Die dargestellten Situationen beruhen so, oder in leicht abgewandelter Form, auf realen
Erfahrungen.
* Die Gewaltdynamik betrifft auch andere marginalisierte Gruppen. Der Fokus auf Frauen resultiert aus der statistischen Häufung geschlechtsspezifischer Gewalt.
Unter Anwesenheit der Künstler:innen

gratis

Menge