Winkel am Rhein, 1804: An einem Nachmittag unter Freunden und Bekannten begegnen sich Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist zum ersten Mal. Beide sind jung, beide schreiben, beide fühlen sich fremd in ihrer Zeit. Warum machen sie Kunst? Welchen Platz kann Kunst in einer Welt im Umbruch einnehmen? Und wie lässt es sich in dieser Welt überhaupt leben? Vorsichtig nähern sich die beiden an und finden im Gegenüber, was sie kaum zu hoffen wagten: jemanden auf Augenhöhe, der versteht. Christa Wolf lässt die Autoren Kleist und Günderrode im Fiktiven aufeinander treffen und erzählt feinfühlig und klar davon, wie trotz aller Verzweiflung Hoffnung möglich wird. In der szenischen Lesung verwandeln Veronika Bachfischer und Laurenz Lauffenberg (Ensemble der Schaubühne) den Text in eine echte Begegnung, die nichts an Aktualität verloren hat.
Eingerichtet wird der Abend von Elisabeth Kappeler, Regieassistentin an der Schaubühne, u. a. bei Thomas Ostermeier, die hiermit ihre erste eigene Arbeit präsentiert.
Bogen43, Stadtbahnbogen 43, 10243 Berlin
Beginn: Uhr
Ende: Uhr
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