Die Privatisierung lebenswichtiger Materialien und Infrastrukturen folgt einer langen Tradition kapitalistischer Ausbeutung und geschieht meist unter dem Vorwand des technischen oder gesellschaftlichen Fortschritts. Ressourcenknappheit und Digitalisierung bringen dabei eine neue Dynamik und Intransparenz mit sich: Software erscheint uns als immateriell und modernes Marketing inszeniert Produkte als clean. Die Folgen für Mensch und Umwelt sowie die Absurdität spätkapitalistischer Machtmonopole werden selten so greifbar wie an den Orten der Extraktion und Landnahme. Im Rahmen postkolonialistischer Forschung dienen Rohstoffe somit häufig als Ausgangspunkt der Analyse globaler Machtstrukturen, die auch in der Medienwissenschaft zentraler Gegenstand sind.
KLICK Kino
Windscheidstraße 19, 10627 Berlin
Beginn: Uhr
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