SO SORRY (D/PL)
Mit der Verpflichtung von „So Sorry“ beweist Jazztime erneut jenen Riecher für Ausnahmetalente, der schon Karrieren von Sophie Hunger oder Jakob Manz begleitete. Das Berliner Quartett gilt derzeit als eines der aufregendsten Versprechen der deutschen Szene – ein Ruf, der durch den Jungen Münchner Jazzpreis 2025 und Nominierungen für den Deutschen Jazzpreis untermauert wird.
Zwischen Contemporary Jazz, Alternative Pop und R&B webt das Kollektiv hochenergetische Klangbilder, die an die vertrackte Ästhetik von Hiatus Kaiyote erinnern. Es ist ein moderner „Future Soul“, der spielerische Freiheit mit einer sanften Widerständigkeit verbindet: Schon der Bandname fungiert als Akt der Selbstermächtigung – die souveräne Umkehrung des reflexhaften Entschuldigens. Über einem technisch brillanten Geflecht aus Bass, Keys und Drums changiert Zuza Jasińskas Stimme zwischen hauchzarter Fragilität und weltläufiger Präsenz. Dass wir diese Formation im urbanen Rahmen des „Rauch & Spiegel“ noch so unmittelbar erleben dürfen, ist ein Glücksfall, bevor ihr Weg unweigerlich auf die großen Festivalbühnen führt.
Line-up:
Zuza Jasińska (voc)
Käthe Johanning (keys)
Shanice Ruby Bennett (b)
Lenny Rehm (dr)
Rauch & Spiegel (Georgstr. 11/1, Ravensburg)
Beginn: Uhr
Ende: Uhr
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