Lesebühne
Sie sind die Siegfried und Roys der Lesebühnenszene, die Pat und Patachons der gepflegten satirischen Literatur, die Dick und Doofs unter den Hochliteraten, obwohl sie beide nicht wirklich dick sind: Christian Kreis und Peter Berg. Schon seit 2013 betreiben sie in Halle die „Lesebühne Kreis mit Berg“, zusammen mit Andreas Mikolajczyk, der zwischen den Texten Banjo spielt oder Gitarre oder Ukulele oder Mandoline (der feine Herr Musiker kann sich ja nicht entscheiden).
Die Drei erlauben sich diesen Quatsch nun auch in Wurzen und laden sich immer noch einen wechselnden Gast aus der deutschlandweiten Lesebühnenszene dazu. Jeder Abend steht unter einem anderen Thema, damit für Abwechslung gesorgt ist und ein Grund besteht, trotz größter Schreibfaulheit wieder was Neues für die Bühne zu fabrizieren.
Gastautor ist diesmal - passend zu "Tacheles26" - der Meister jüdischer Satiren, Alexander Estis. Er verschmilzt in seinen dichten und doch federleichten Texten Anekdote und Aphorismus, Glosse, Parabel und Witz. Er weiß, wovon die ganze Mischpoche sofort meschugge wird, was sich mit Mojsche zutrug, als er ein Goj wurde, oder wie es eigentlich sein kann, dass es in Deutschland mehr jüdische Freunde gibt als Juden. Dabei spießt er nicht nur Vorurteile und Klischees genussvoll auf, sondern zeigt auch, dass keine lächerliche Autorität davor sicher sein kann, noch lächerlicher gemacht zu werden. Denn Alexander Estis redet Tacheles, selbst wenn er Schmonzes erzählt.
„Alexander Estis verbindet in seinen Texten auf meisterhafte Weise scharfsinnigen Humor, Gesellschaftskritik und literarische Qualität.“ Slata Roschal
Foto: Christian Kreis / Mark Prohaska
Ringelnatz-Geburtshaus
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