Der Vampir
Etienne Genedl bei Freitags im Crostigall
Blutdurst und Wollust treiben ihn an, Knoblauch und Kruzifix halten ihn in Schach, und Sonnenlicht lässt ihn zu Staub zerfallen. Der Vampir scheint eine alte Figur des Volksglaubens zu sein, die für Filme und Serien neu entdeckt und umgeschrieben wurde. Dabei fußen viele Klischees über die blutsaugenden Untoten auf literarische Einflüsse und Neudeutungen einer viel älteren Erzähltradition.
In einer unterhaltsamen Einführung erfährt das Publikum von Etienne Genedl, welche Traditionen und Modeerscheinungen unsere Vorstellung von Vampiren bis heute prägen. Im Anschluss steht eine Lesung aus der Kurzgeschichte »Der Vampir« von John William Polidori (1795 – 1821), die maßgeblich zur Bildung des Vampirmythos beigetragen hat und zum Klassiker des sog. Gothic Novels wurde.
Abbildung: Vampir, Edvard Munch, 1893. Göteborgs konstmuseum, Hossein Sehatlou (Fotograf), CC 4.0.
Ringelnatz-Geburtshaus
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