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Networken, aber ohne Langeweile! 15 spannende Format-Ideen für Messen und Kongresse

20. Feb. 2026

Lesezeit: 5 Minuten

Kontakte knüpfen, Gespräche führen, Kooperationspartner finden – Networking gehört zum alltäglichen Messe- und Kongressgeschäft. Viele Veranstaltende organisieren inzwischen moderne, diversere Rahmenprogramme oder lassen sie von Partnerfimen sponern, um dem Networking noch ein gewisses Etwas zu geben. Auch wir bei pretix haben schon verschiedene Programmpunkte bei Events unterstützt und sogar selbst ein Networking-Barcamp zu unserem 10-jährigen Jubiläum durchgeführt.

Worauf kommt es beim Networking-Programm an?

Gemeinsame Referenzpunkte mit anderen Teilnehmenden zu schaffen, statt sich in belanglosem Smalltalk zu verlieren, ist das primäre Ziel guter Business-Formate. Das Rahmenprogramm sollte dabei nicht bloß Unterhaltung sein, sondern als strukturelles Werkzeug dienen, sodass es Gesprächen einen Anknüpfungspunkt bietet.

Entscheidend ist, dass die Formate niedrigschwellig sind, viel Raum für Austausch lassen und gleichzeitig genug Struktur anbieten, um den ersten Gesprächseinstieg zu erleichtern. Ob aktivierend, spielerisch, oder inhaltlich fokussiert, das richtige Format kann den Unterschied zwischen flüchtigem Visitenkartentausch und nachhaltigen Kooperationen machen. Eine zusätzliche Möglichkeit ist, andere Programmpunkte zu organisieren, die weniger Fokus auf Netzwerken, sondern mehr auf lockere Atmosphäre, Unterhaltung im Hintergrund und Erinnerungsmomente, beispielsweise für Social Media, bieten.

Im Folgenden bieten wir eine Auswahl an spannenden Ideen, die Networken auf Messen und Kongressen lebendiger, zielführender und interessanter machen.

zwei Hände die sich schütteln

Ideen fürs Rahmenprogramm

  1. Thematische Micro-Lounges
    Thematische Sitzgruppen mit festen Zeitfenstern fördern den fachlichen Austausch auf Augenhöhe. Als Ausgangssituation kann beispielsweise eine konkrete Herausforderung von einer moderierenden Person formuliert werden, danach folgt ein offenes Gruppengespräch mit Lösungssuche und Schlussformulierung.
  2. “Ask-an-Expert”-Ecken
    Diese Option schafft die Möglichkeit für externe Kooperationen: Experten, die Wissen weiter geben und Fragen beantworten, lassen sich sinnvoll in den Raumplan integrieren und ermöglichen so immer wieder gezieltes Networking.
  3. Kreative Kooperativ-Formate
    Ein gemeinschaftliches Artboard oder Sammelalbum fördert gemeinschaftliche Aktivität. Jede*r Teilnehmende fügt beispielsweise ein Element zu einer Leinwand hinzu. Das Ergebnis kann hinterher diskutiert, ausgestellt und digitalisiert werden.
  4. Co-Creation Boards
    Analoge oder digitale Boards mit offenen Fragestellungen ermöglichen kooperatives Zusammenarbeiten. Gemeinsam werden Ideen und Erkenntnisse zusammengetragen und später vorgestellt. Das schafft Mehrwert über das Event hinaus.
  5. Business-Speeddating
    Ein Klassiker, der immer wieder spannend ist. In 2-3 Minuten des kurzen Austauschs über Branche und Unternehmen bekommen Menschen die Möglichkeit, in kurzer Zeit zahlreiche Erstkontakte herzustellen. Danach kann ein offenes Netzwerken für Matches folgen. Hilfreiche kann hier eine App sein, über die Teilnehmende auch über das Event hinaus in Kontakt bleiben können.
  6. Über eine Plattform Netzwerken
    Plattformen wie Venueless eignen sich zudem ideal, um Personen einzubinden, die nicht vor Ort am Event teilnehmen können. Über virtuelle Bühnen für Vorträge, integrierte Chat-Funktionen, sowie Aussteller-Features lässt sich eine Veranstaltung daher auch online oder hybrid abbilden. So wird Networking unabhängig von Ort und Zeit möglich.
  7. Silent Input durch Kopfhörer-Impulse
    Durch 2-3 minütige Kopfhörer-Impulse, in Form von Audio-Essays von Expert*innen und anschließenden Gesprächsrunden, können alle Menschen auch bei lauten und trubeligen Veranstaltungen die Inhalte verstehen. Dieses Format eignet sich besonders gut für Menschen mit Neurodivergenz.
  8. Storytelling-Corner
    In der Storytelling-Corner teilen Teilnehmende persönliche Erfahrungen in kurzen, authentischen Impulsen von jeweils rund fünf Minuten. Der Kreis wird dabei bewusst klein gehalten, um Nähe und echten Austausch zu ermöglichen.
  9. Branchenübergreifende Tandems
    Gerade an den Schnittstellen unterschiedlicher Branchen entstehen oft die spannendsten Gespräche. In diesem Format werden bewusst Personen aus nicht naheliegenden Bereichen von Moderierenden miteinander vernetzt, etwa aus Kultur und Tech.
  10. Business-Quiznight
    Zugegeben, ein Format, das länger Zeit beanspruchen kann, je nach Teilnehmendenzahl. Dafür besteht die Möglichkeit, Teams willkürlich oder aus der passenden Branche für eine längere Zeit ins Gespräch zu bringen. Eine Quiz-Night muss allerdings gut vorbereitet werden und benötigt am besten mehrere Moderierende. Externe Eventprofis können die Durchführung unterstützen.

eine Dreiergruppe steht an einem Buffet und unterhält sich

Ideen für Unterhaltung im Hintergrund

  1. Karikaturist*innen
    Live angefertigte Karikaturen bieten einen natürlichen Gesprächseinstieg und schaffen gleichzeitig eine persönliche Erinnerung, die Teilnehmende mit nach Hause nehmen können.
  2. Fotobox/Kreative Foto-Settings
    Ein hochwertiges Porträt-Setting, das je nach Kontext auch mal bewusst ohne überladene Spaß-Requisiten gestaltet werden kann, eignet sich ideal für Social-Media-Sharing im Nachgang der Veranstaltung.
  3. Musik
    Dezente musikalische Begleitung lockert die Atmosphäre und unterstützt Gespräche, ohne sie zu überlagern. Besonders geeignet sind Jazz, Klassik oder leichter House.
  4. Verkostung/Tasting oder gemeinsames Dinner
    Kulinarische Angebote schaffen entspannte Pausen und fördern ungezwungenen Austausch, idealerweise mit einem Fokus auf nachhaltigem Catering.
  5. Stretch- & Mobility-Sessions im Anzug-Format
    Kurze, alltagstaugliche Bewegungseinheiten senken körperliche Anspannung und erhöhen die Offenheit sowie Gesprächsbereitschaft der Teilnehmenden.

Gutes Networking passiert nicht zufällig. Es braucht Formate, die Begegnungen erleichtern, Gesprächen eine Richtung geben und Teilnehmenden einen echten Mehrwert bieten, jenseits von Smalltalk und Visitenkarten. Ob strukturiert oder spielerisch, analog oder digital: Entscheidend ist, dass das Rahmenprogramm zu Zielgruppe, Anlass und Energie des Events passt.

Dani Wenz

Dani ergänzt seit 2024 das pretix-Team und kümmert sich mit um Marketing und Events. Neben ihrer Leidenschaft für Organisation und Kommunikation begeistert sie als ehemalige Mediengestalterin alles, was mit Farben, Texten und Bildern zu tun hat. Privat liebt sie es, Sport zu treiben, zu malen, ihre Pflanzensammlung zu erweitern (denn man kann nie genug Pflanzen haben!) und Zeit mit Tieren zu verbringen.

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